Glossar

Patientenakquise

Was der Begriff für Zahnarztpraxen bedeutet, über welche Wege Neupatienten kommen und wie Sie den Erfolg messen.

Kurz erklärt

  • Patientenakquise bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen eine Arzt- oder Zahnarztpraxis neue Patienten gewinnt. Dazu zählen Empfehlungen, die Suche bei Google mit Google-Profil und Website sowie bezahlte Anzeigen. Für Zahnärzte gelten dabei die Grenzen der Berufsordnung und des Heilmittelwerbegesetzes.
Definition

Was Patientenakquise in der Zahnarztpraxis bedeutet

Der Begriff stammt aus dem Vertrieb, wo „Akquise“ die Gewinnung neuer Kunden meint. In der Zahnarztpraxis geht es um die Frage, wie ein Mensch, der einen Zahnarzt sucht, zum ersten Termin in Ihrer Praxis kommt.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Patientenbindung. Die Akquise bringt einen Patienten zum ersten Termin. Die Bindung sorgt über Recall, Prophylaxe und gute Erfahrungen dafür, dass er über Jahre bleibt. Wirtschaftlich zählt beides: Ein Neupatient, der nach der ersten Behandlung nicht wiederkommt, hat Anmeldung, Anamnese und Befund gekostet, aber keine Folgetermine gebracht.

Die Wege

Die drei Wege, über die Neupatienten in eine Zahnarztpraxis kommen

Empfehlung

Die meisten Empfehlungen kommen aus dem direkten Umfeld zufriedener Patienten. Empfohlene Patienten kommen mit Vertrauen und bleiben oft lange. Die Praxis kann Empfehlungen nicht kaufen, aber leichter machen, etwa durch Terminkarten zum Weitergeben und ein Google-Profil, auf dem der Empfohlene die Praxis sofort findet.

Suche bei Google

Wer umzieht, unzufrieden ist oder akute Schmerzen hat, sucht nach „Zahnarzt in der Nähe“. Hier entscheiden das Google-Unternehmensprofil, die Bewertungen und die Website darüber, welche Praxis angerufen wird. SEO für Zahnärzte

Bezahlte Anzeigen

Google Ads bringen Anfragen ab dem ersten Tag und eignen sich für gezielte Lücken, etwa freie Termine für Implantate oder Aligner. Google Ads für Zahnärzte

Rechtlicher Rahmen

Was bei der Patientenakquise für Zahnärzte erlaubt ist

Sachliche Information ist erlaubt, anpreisende oder irreführende Werbung nach der Berufsordnung nicht. Für Vorher-Nachher-Bilder gelten Sonderregeln im Heilmittelwerbegesetz. Speziell für die Akquise wichtig: Bewertungen gegen Gegenleistung verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können wettbewerbswidrig sein.

Werberecht im Detail

Messen

Wie Sie den Erfolg der Patientenakquise messen

Die einfachste Messung kostet nichts: Fragen Sie jeden Neupatienten bei der Anmeldung „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ und halten Sie die Antwort in der Praxissoftware fest. Nach drei Monaten sehen Sie, welcher Weg wie viele Patienten bringt.

Ergänzend liefern das Google-Unternehmensprofil (Anrufe, Routenanfragen) und die Website (Online-Termine, Formularanfragen) monatliche Zahlen. Aussagekräftig ist die Zahl der Neupatienten pro Monat, nicht die Zahl der Website-Besucher.

Verwandte Begriffe

FAQ

Häufige Fragen zur Patientenakquise

Was ist der Unterschied zwischen Patientenakquise und Patientenbindung? +
Die Akquise gewinnt neue Patienten, die Bindung hält vorhandene Patienten über Recall, Prophylaxe und guten Service. Eine Praxis braucht beides.
Welcher Weg bringt Zahnarztpraxen die meisten Neupatienten? +
Das ist je nach Praxis und Stadt verschieden. Die Frage am Empfang nach der Herkunft zeigt es nach wenigen Monaten zuverlässig.
Ist Patientenakquise für Zahnärzte erlaubt? +
Ja, solange die Werbung sachlich bleibt und die Vorgaben von Berufsordnung und Heilmittelwerbegesetz einhält.

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